Symbolbild FISBA

FISBA AG: Vernetzung von Forschung und Industrie

Die FISBA AG entwickelt in St.Gallen hochpräzise optische Systeme, die weltweit in der Medizintechnik zum Einsatz kommen. Dabei setzt das Unternehmen auf Kooperationen mit Hochschulen, Forschungsinstituten und Industriepartnern – und profitiert auch vom Innovationsökosystem des Kantons St.Gallen.

Forschungskooperationen und starke Netzwerke sind zentral für technologische Innovationen in der Industrie. Wie dieses Zusammenspiel in der Praxis gelingt, zeigt die FISBA AG mit Sitz in St.Gallen. Das international tätige Unternehmen entwickelt hochpräzise optische Systeme für die Endoskopie und medizinische Bildgebung und arbeitet dabei eng mit Medizintechnikunternehmen, Kliniken sowie Hochschulen und Forschungsinstituten zusammen. «Unsere Innovationskraft basiert auf dem Zusammenspiel von wissenschaftlicher Exzellenz und industrieller Umsetzungskompetenz», sagt Dr. Martin Forrer, Chief Technology Officer (CTO) und Leiter Forschung und Entwicklung der FISBA AG. Forschungskooperationen ermöglichen dem Unternehmen Zugang zu Expertennetzwerken. «Wenn sich neue Ansätze in der Vorabklärung als vielversprechend erweisen, werden sie gemeinsam mit den Forschungspartnern weiterentwickelt.»

«Unsere Innovationskraft basiert auf dem Zusammenspiel von wissenschaftlicher Exzellenz und industrieller Umsetzungskompetenz. Forschungskooperationen ermöglichen uns den Zugang zu Expertennetzwerken.»

Dr. Martin Forrer, CTO und Leiter Forschung und Entwicklung der FISBA AG

Welchen Mehrwert dieses Zusammenspiel schafft, wird an konkreten Entwicklungsprojekten deutlich. «Die Skalierung der Mikrooptik <Fast Axis Collimator> wäre ohne die Zusammenarbeit mit Forschungspartnern nicht gelungen», erklärt Martin Forrer. Auch ein Lasermodul mit integrierten Funktionen für die CTP-Drucktechnik habe sich dank der wissenschaftlichen Zusammenarbeit deutlich effizienter entwickeln lassen. Für den CTO der FISBA AG hängt der Erfolg jedoch nicht allein von der fachlichen Kompetenz der Beteiligten ab. «Offenheit, Vertrauen, Expertise und Innovationspotenzial auf Augenhöhe sind die Grundlage jeder erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie», betont er.

Ein gutes Ökosystem für Innovation

Von dieser engen Vernetzung profitiert die FISBA AG auch im Kanton St.Gallen. Gemeinsam mit der OST – Ostschweizer Fachhochschule und mit RhySearch, dem Forschungs- und Innovationszentrum Rheintal, konnten bereits mehrere Projekte umgesetzt werden. Ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist das Innosuisse-Forschungsprojekt Pracmatic, mit dem neue Methoden zur Überwachung und Optimierung von Beschichtungsprozessen für Hochleistungsoptiken entwickelt werden. Das Projekt vereint Industrie- und Forschungspartner entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Darunter sind nebst der FISBA AG, RhySearch und der OST auch die Berner Fachhochschule, Université de Neuchâtel, Bühler Uzwil und weitere Unternehmen der Schweizer Photonik-Industrie beteiligt. Grosses Potenzial sieht Martin Forrer im Sensor Innovation Hub in Buchs, der die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie künftig noch weiter stärken könnte.

Für den CTO sind Netzwerke und Partnerschaften vor allem dann wertvoll, wenn sie auf eine leistungsstarke Infrastruktur und viel Fachwissen in der Region zurückgreifen können. Und genau darin sieht er eine Stärke des Standorts St.Gallen. «Die Nähe zu Forschungspartnern und der offene Austausch im Innovationsökosystem der Ostschweiz sind für uns ein wichtiger Erfolgsfaktor.» Die Ostschweiz verfüge über einen etablierten Photonik- und Optik-Cluster, der Unternehmen, Ausbildungsstätten und Forschungseinrichtungen eng miteinander verbinde, so Forrer. Diese Kombination stärke die Wettbewerbsfähigkeit der FISBA auf dem internationalen Markt. Das hohe Schweizer Lohnniveau bleibe dabei zwar eine Herausforderung, sei aber kein standortspezifischer Nachteil.

«Die Ostschweiz verfügt über einen etablierten Photonik- und Optik-Cluster, der Unternehmen, Ausbildungsstätten und Forschungseinrichtungen eng miteinander verbindet. Diese Kombination stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit auf dem internationalen Markt.»

Dr. Martin Forrer, CTO und Leiter Forschung und Entwicklung der FISBA AG

Qualifizierte Fachkräfte sind unverzichtbar

Ebenso bedeutend für die Innovationsfähigkeit sind qualifizierte Fachkräfte. Für die Entwicklung neuer Systeme und Fertigungsverfahren seien sie unverzichtbar, sagt Martin Forrer. Die Mitarbeitenden der FISBA AG kommen aus einem Gebiet, das von Zürich über Konstanz bis Sargans reicht. Vereinzelt entscheiden sich auch Spezialistinnen und Spezialisten aus Deutschland oder Österreich für eine Tätigkeit beim Unternehmen. Um die Fachkräfte langfristig zu halten, wird ein technologisch hochstehendes Arbeitsumfeld geboten. «Die Pipeline für Projektentwicklungen für kundespezifische Anforderungen muss anspruchsvoll, innovativ und gut gefüllt sein», so Martin Forrer. Zusätzlich bietet ihnen die FISBA gezielte Weiterbildungsangebote und die Chance, an technologisch komplexen Kundenprojekten sowie unternehmenseigenen Entwicklungsinitiativen mitzuwirken. So können die Mitarbeitenden ihr Fachwissen stetig ausbauen. Gleichzeitig nimmt die FISBA AG regelmässig an Karriereveranstaltungen der OST teil. «Dort konnten wir bereits einige Mitarbeitende rekrutieren.»

Gemeinsame Entwicklungsfelder erkennen

Für die Zukunft wünscht sich Martin Forrer einen noch engeren Austausch zwischen Forschung und Industrie, da konkrete Bedürfnisse der Unternehmen oft erst im Rahmen von Förderprogrammen oder Fachveranstaltungen zur Sprache kämen. «Ein regelmässiger Austausch könnte dazu beitragen, gemeinsame Entwicklungsfelder früher zu erkennen und neue Kooperationen gezielter anzustossen. Die von der Ostschweiz geförderten Technologiefelder sind bereits gut etabliert.»

FISBA AG ist einer der führenden Anbieter in der Optikindustrie. Neben dem Hauptsitz in St. Gallen verfügt das Unternehmen über Standorte in Deutschland, den USA und China.

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